Runching = Running + Lunching. Klingt smart, ist es auch.

Runching = Running + Lunching. Klingt smart, ist es auch.

Zugegeben, es gibt viele Trends – beim Runching muss man jedoch sagen: macht absolut Sinn. Und zwar sein Training so zu planen, dass es smart & gut in den Tag passt. In diesem Fall in die Mittagspause. Und nein, du musst nicht mit dem Teller in der Hand losstarten.

Warum es diesen Trend erst jetzt gibt? Weil sich unsere Arbeitswelt extrem verändert hat und sich die eine oder andere flexible Lücke aufgetan hat, die man nutzen sollte.

Nine-to-five oder 24/7 wurde hybrid-working mit flexiblen Arbeitszeiten und -orten. Doch Runching funktioniert auch im Büro (aus zwischenmenschlicher Sicht aber vielleicht am besten nur, wenn eine Dusche vorhanden ist).

Was ist Runching?

Laufen während der Mittagspause (wann auch immer die für dich gerade ist):

Vorteile:

  • Frühstück ist schon verdaut
  • Blutzucker ist stabil
  • Koffein wirkt
  • Muskeltemperatur besser als morgens
  • Energielevel höher als morgens oder abends

Warum Runching „immer so gut reinpasst“

Für Eltern und Berufstätige gilt: In der Früh ist es stressig. Einzige Alternative wäre also, sehr früh aufzustehen um seine Laufrunde zu drehen. Das mag nicht jeder und ist selbst für hartgesottene Frühaufsteher:innen eine schwere Sache.

Abends noch „den Kopf auszulüften“ wäre zwar ebenfalls förderlich, doch fehlt einem nach einem harten Tag oft die Kraft.

Wie sieht eine Runching-Session aus?

Zum Glück muss man sich hier nicht an klare Regeln halten. Entscheidend ist im Prinzip nur der Faktor Zeit. Will man sich arbeitsbedingt etwa nur eine Stunde Zeit nehmen, kann das Training in einer kürzeren, intensiveren Einheit abgewickelt werden. Hat man etwas mehr Zeit, gehen sich sogar längere Läufe aus.

Um die Trainingsqualität der kurzen Zeitspanne anzupassen, bietet sich ein Intervalltraining an. Hier ein Beispiel:

  • Einlaufen
  • 30 Sek. schnell (VO₂max Pace)
  • 30 Sek. locker
  • 10–15 Wiederholungen
  • Auslaufen

Warum das so effektiv ist:

Der Sauerstoffverbrauch bleibt erhöht, auch wenn man das Tempo rausnimmt. Du trainierst Ausdauer und Geschwindigkeit gleichzeitig und das in kurzer Zeit.

Der mentale Effekt: Bewegung als Reset

Ein Mittagslauf wirkt wie ein Neustart des Nervensystems. Hier sind wir also wieder beim „Kopf auslüften“:

  • klarerer Kopf
  • weniger Stress
  • bessere Konzentration
  • weniger Nachmittagstiefs

Physiologisch sinkt Cortisol nach Bewegung schneller ab, während Endorphine und Dopamin steigen. Das erklärt, warum 30 Minuten Run oft mehr Energie geben als sie kosten.

Hydration: Der unterschätzte Midday-Faktor

Auch in puncto Hydration, also Flüssigkeitsmanagement, ist mittags ein guter Zeitpunkt, sich gut zu versorgen. Denn die meisten sind durch Kaffee, Klimaanlagen/Heizung und schlichtweg das Vergessen-zu-Trinken bereits unterversorgt. Die Speicher also in Hinblick auf den Mittagslauf bereits im Laufe des Vormittags aufzufüllen, ist schlichtweg optimal.

Nach dem Training – gerade nach Intervalleinheiten und verbundenem Flüssigkeitsverlust – helfen Elektrolyte, die Flüssigkeit effizient zu speichern und Muskel- sowie Nervenfunktion stabil zu halten. Gerade kurze, intensive Einheiten profitieren davon stärker, als viele denken (mehr zur Post-Workout-Phase in unserem Artikel über Regeneration).

Zusammenfassung

Runching ist nicht fix durchdefiniert, zum Glück. Im Grunde geht es nur darum, die Mittagszeit optimal zu nutzen, weil es für viele der perfekte Zeitpunkt ist, ihre Laufeinheit zu absolvieren. Warum? In der Früh zu müde, am Abend schon müde.

Du kannst also eine kurze Intervalleinheit einlegen, einfach nur 30-45 Minuten Laufen oder sogar nur eine Runde Spazieren. Einzige Bedingung: Rausgehen, Kopf auslüften, Reset-ten. Das bringt viele Vorteile wie: weniger Stress, kein Nachmittagstief, Cortisolabbau, Glückshormone. Wichtig: davor, also im Laufe des Vormittags gut hydrieren (Elektrolyte), Post-Workout-Window nutzen, also gleich direkt danach Elektrolyte zuführen.